Forschung
Forschungsprojekt Lirec stellt erste Ergebnisse über die Untersuchung der Roboter-Mensch-Beziehung auf der IFA vor
Pleo: Auch ein Dinosaurier braucht Streicheleinheiten
29. August 2008
In dem Projekt Lirec (LIving with Robots and intEractive Companions) werden – unter anderem auch mit dem Dinosaurier Pleo – soziale Beziehungen zwischen Menschen und Robotern erforscht. Erste Forschungsergebnisse werden auf der IFA 2008 in Berlin im Technisch Wissenschaftlichen Forum, Halle 5.3 am Stand 09, präsentiert.
(zoom) Der Camarasaurus aus der Jura-Zeit lebt – jedenfalls als Hightech-Roboter Pleo,. Mit ihm untersuchen nun Wissenschaftler im Rahmen des Forschungsprojekt Lirec die Beziehung zwischen Menschen und Robotern. Foto: Pleoworld.com
Roboter ziehen bald in unseren Alltag ein – oder sind es schon: Rasenmäher und Staubsauger, die wie von Geisterhand Alltagspflichten erledigen, sind längst vielerorts zu finden und kaum einer wundert sich noch darüber.
Doch was geschieht, wenn der Roboter ein Gesicht bekommt – wie werden die Menschen im Alltag
darauf reagieren? Was sind die Voraussetzungen, die ein Roboter wie der Dinosaurier Pleo mitbringen
muss, um eine soziale Beziehung mit Menschen einzugehen? Und welche Charaktereigenschaften muss ein
Mensch besitzen? Im Rahmen des internationalen, von der EU mit insgesamt 8,2 Millionen Euro
unterstützten wissenschaftlichen Forschungsprojekts Lirec erforscht das Verhältnis zwischen Mensch
und Roboter und sucht Antworten auf diese Fragen.
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In der Forschung wird davon ausgegangen, dass die gesellschaftliche Relevanz von Robotern in
vielen Bereichen des alltäglichen Lebens wachsen wird. Daher ist das Aussehen von Robotern, die
Art, wie Menschen sich Robotern gegenüber verhalten, aber auch die Reaktionen, die Roboter mit
ihrem Verhalten in uns Menschen auslösen, von zentraler Bedeutung für die Wissenschaft.
Der Frage, ob sich soziale Beziehungen zwischen Menschen und Robotern entwickeln können,
widmet sich das Team des internationalen Forschungsprojekt Lirec. Beteiligt sind auch Forscher der
Universität Bamberg. Dabei soll untersucht werden, wie sich längerfristige Interaktionen zwischen
Robotern und Menschen auf die Entstehung und Entwicklung von Beziehungen zwischen beiden
auswirken.
Ziel von Lirec ist es, eine Generation von Robotern zu entwickeln, die emotional intelligent
sind und eine Bindung zu Menschen eingehen können. Den Forschern stehen dabei acht Millionen Euro
zur Verfügung, um innerhalb der nächsten vier Jahre ein Konzept eines künstlichen Kameraden zu
entwickeln, der sensibel auf den Menschen reagiert und auch deren Intentionen erkennt.



