Life Sciences

Pleo: Auch ein Dinosaurier braucht Streicheleinheiten

von Stefan Schwögler

29. August 2008


In dem Projekt Lirec (LIving with Robots and intEractive Companions) werden – unter anderem auch mit dem Dinosaurier Pleo – soziale Beziehungen zwischen Menschen und Robotern erforscht. Erste Forschungsergebnisse werden auf der IFA 2008 in Berlin im Technisch Wissenschaftlichen Forum, Halle 5.3 am Stand 09, präsentiert.


 

Roboter ziehen bald in unseren Alltag ein – oder sind es schon: Rasenmäher und Staubsauger, die wie von Geisterhand Alltagspflichten erledigen, sind längst vielerorts zu finden und kaum einer wundert sich noch darüber.


Doch was geschieht, wenn der Roboter ein Gesicht bekommt – wie werden die Menschen im Alltag darauf reagieren? Was sind die Voraussetzungen, die ein Roboter wie der Dinosaurier Pleo mitbringen muss, um eine soziale Beziehung mit Menschen einzugehen? Und welche Charaktereigenschaften muss ein Mensch besitzen? Im Rahmen des internationalen, von der EU mit insgesamt 8,2 Millionen Euro unterstützten wissenschaftlichen Forschungsprojekts Lirec erforscht das Verhältnis zwischen Mensch und Roboter und sucht Antworten auf diese Fragen.

Der Camarasaurus aus der Jura-Zeit lebt – jedenfalls als Hightech-Roboter Pleo,. Mit ihm untersuchen nun Wissenschaftler im Rahmen des Forschungsprojekt Lirec die Beziehung zwischen Menschen und Robotern. Foto: Pleoworld.com



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In der Forschung wird davon ausgegangen, dass die gesellschaftliche Relevanz von Robotern in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens wachsen wird. Daher ist das Aussehen von Robotern, die Art, wie Menschen sich Robotern gegenüber verhalten, aber auch die Reaktionen, die Roboter mit ihrem Verhalten in uns Menschen auslösen, von zentraler Bedeutung für die Wissenschaft.


Der Frage, ob sich soziale Beziehungen zwischen Menschen und Robotern entwickeln können, widmet sich das Team des internationalen Forschungsprojekt Lirec. Beteiligt sind auch Forscher der Universität Bamberg. Dabei soll untersucht werden, wie sich längerfristige Interaktionen zwischen Robotern und Menschen auf die Entstehung und Entwicklung von Beziehungen zwischen beiden auswirken.


Ziel von Lirec ist es, eine Generation von Robotern zu entwickeln, die emotional intelligent sind und eine Bindung zu Menschen eingehen können. Den Forschern stehen dabei acht Millionen Euro zur Verfügung, um innerhalb der nächsten vier Jahre ein Konzept eines künstlichen Kameraden zu entwickeln, der sensibel auf den Menschen reagiert und auch deren Intentionen erkennt.



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